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Die Zukunft der Buchwissenschaft – Vortrag

Donnerstag, 28. November 2019, 18:00 Uhr

Den siebten Vortrag innerhalb der Reihe „Buchkultur im digitalen Zeitalter“ hält am 28. November 2019 Christine Haug, Professorin am Zentrum für Buchwissenschaft der Ludwig-Maximilians-Universität München: „Die Zukunft der Buchwissenschaft. Mediale Übergänge als Forschungspotenzial“

Prof. Dr. Christine Haug | H. Herbig

Prof. Dr. Christine Haug | H. Herbig

Die Buchwissenschaft steht im deutschsprachigen Raum vor ganz neuen Herausforderungen. Diese resultieren unter anderem daraus, dass die Digitalisierung die Buch- und Medienbranche zu einem enorm dynamischen Aktionsfeld mit gänzlich neuen Berufsbildern für Absolventinnen und Absolventen der buchwissenschaftlichen Studiengänge entwickelt hat. Vor dem Hintergrund, dass die Buchwissenschaft an den ohnehin nur wenigen deutschen universitären Standorten vor einem gravierenden Generationswechsel steht – was stets eine gewisse Bedrohung für ein kleineres Fach ist – nimmt Prof. Dr. Christine Haug eine vorläufige Bestandsaufnahme der Buchwissenschaft im deutschsprachigen Raum vor. Sie stellt Fragen nach der Zukunft und Zukunftsfähigkeit der Fachdisziplin Buchwissenschaft und nach den besonderen Herausforderungen, denen sich das Fach insbesondere im Kontext der digitalen Transformationsprozesse gegenwärtig und zukünftig zu stellen hat.

Christine Haug, geboren 1962 in Ulm, erwarb nach einer Buchhändlerin-Ausbildung über den Zweiten Bildungsweg die Allgemeine Hochschulreife. Nach dem Studium der Älteren und Neueren deutschen Literatur, Sprachwissenschaft und neueren Geschichte an der Justus Liebig-Universität Gießen promovierte sie 1995 über das hessische Verlagsunternehmen Johann Christian Konrad Krieger (1725–1825) in Gießen/Marburg und war als wissenschaftliche Mitarbeiterin an den Universitäten in Gießen und Mainz tätig. Seit 2006 ist Christine Haug Professorin für Buchwissenschaft an der LMU München. 2016/2017 absolvierte sie ein Forschungsjahr am Center for Advanced Studies an der LMU zum Forschungsprojekt „Herstellung, Distribution und Rezeption von erotisch-pornografischen Lesestoffen von 1750 bis 1850 in Europa“. Im Juni 2018 gründete sie das Zentrum für Buchwissenschaft: Buchforschung – Verlagswirtschaft – Digitale Medien.

Die auf den Vortrag folgende Diskussion moderiert Dr. Anna Scherbaum, Leiterin der Volkshochschule Bamberg Stadt.

Veranstaltungsort ist Raum LU19/00.09 in der Luitpoldstraße 19, 96052 Bamberg.

Die Staatsbibliothek Bamberg und der Lehrstuhl für Britische Kultur an der Universität Bamberg laden alle Interessierten herzlich zu 13 Vorträgen ein, die vom 17. November 2019 bis 30. Januar 2020 jeweils donnerstags um 18:00 Uhr im Rahmen der Vortragsreihe Buchkultur im digitalen Zeitalter stattfinden. Die Vorträge dauern 45 Minuten, im Anschluss besteht die Möglichkeit zur Diskussion.

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