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Zum Jahresausklang

Winter und Weihnacht in Buch und Bild

7. November bis 19. Dezember 2019

 

Kupferstich zu E. T. A. Hoffmanns Kindermärchen „Nussknacker und Mäusekönig“ nach einer Originalzeichnung von Peter Carl Geissler, Nürnberg, 1840 | SBB, Sel.368, Bl. I

Kupferstich zu E. T. A. Hoffmanns Kindermärchen „Nussknacker und Mäusekönig“ nach einer Originalzeichnung von Peter Carl Geissler, Nürnberg, 1840 | SBB, Sel.368, Bl. I

Ausstellung


Seit dem frühen Mittelalter finden sich Darstellungen der Weihnachtsgeschichte in zahlreichen Handschriften. Bücher für die Liturgie oder die private Andacht, aber auch theologische Schriften schmückte man mit Szenen aus dem Leben Christi. Bei der Gestaltung der immer gleichen Szenen erwiesen sich die mittelalterlichen Buchmaler als außerordentlich einfallsreich. Eine ruhige Atmosphäre verströmen Bilder, auf denen das Christkind am Heiligen Abend schlummernd in der Krippe liegt und Maria und Joseph tief im Gebet versunken sind. In dramatischem Gegensatz dazu herrscht bei der Verkündigung an die Hirten viel Bewegung: Engel stürzen vom Himmel herab, Musik ertönt, die Hirten stolpern vor Aufregung übereinander. Goldene Hintergründe bringen Glanz in das nächtliche Geschehen. Im Spätmittelalter geben die Maler den Stall mit Ochs und Esel und die umgebende Landschaft zwar auf kleinstem Raum, aber in liebevollem Detail wieder. Viele der ausgestellten Handschriften der Staatsbibliothek Bamberg sind in Franken entstanden oder schon im Mittelalter in fränkische Klosterbibliotheken gelangt.

Auch in späteren Jahrhunderten erfanden kreative Köpfe immer wieder neue Varianten weihnachtlicher Motive. Albrecht Dürer und E. T. A. Hoffmann gehören zu den berühmten Künstlern und Schriftstellern, die Bilder und Geschichten für die Weihnachtszeit geschaffen haben. Der Nussknacker ist nicht nur beim Naschen und Plätzchenbacken im Einsatz, sondern er erscheint einem kleinen Mädchen im Traum als bedrohliche Märchenfigur. Kochbücher, Neujahrskarten und Fotografien aus dem alten Bamberg geben Einblick in das winterliche Alltagsleben. In Büchern der Staatsbibliothek spiegelt sich, was für Bräuche man in Oberfranken an den Festtagen der Heiligen Martin und Nikolaus pflegte. Krippen und Christbäume schmückten die Kirchen und Wohnungen. Man erzählte sich Geschichten und sang zusammen Lieder. So entsteht ein kleines Panorama der Wintermonate in längst vergangener Zeit – lassen Sie sich von nostalgischen Gefühlen ergreifen, zum Nachdenken oder Schmunzeln bringen!
 

Informationen im Überblick

 

Ort

Staatsbibliothek Bamberg
Neue Residenz, Domplatz 8, 96049 Bamberg
Ausstellungsräume

Öffnungszeiten

7. November bis 19. Dezember 2019

Montag bis Freitag
9:00 bis 17:00 Uhr
Samstag
9:00 bis 12:00 Uhr

Sonntags geschlossen

EintrittKostenfrei
Führungen

Jeden Dienstag, 17:00 Uhr
Dauer 1 Stunde

Treffpunkt im Eingangsbereich der Bibliothek
Keine Anmeldung erforderlich, kostenfrei

KuratorenführungMittwoch, 4. Dezember 2019, 18:00 Uhr
Anmeldung nur über die VHS (Kursnummer 8307), Gebühr 3,00 €
Sonderführungen für Gruppen

Nach Terminvereinbarung
Telefon 0951 95503-101
info@staatsbibliothek-bamberg.de

Eröffnungsvortrag im Lesesaal

Mittwoch, 6. November 2019, 19:00 Uhr
Prof. Dr. Günter Dippold (Bayreuth)
Zur Geschichte des Weihnachtsfestes im Bistum Bamberg

Anschließend kleiner Empfang
Keine Anmeldung erforderlich, kostenfrei

FlyerPDF, 2 Seiten
KuratorinProf. Dr. Bettina Wagner (Bamberg)
Kontakt

Fachliche Fragen
Prof. Dr. Bettina Wagner
Telefon 0951 95503-112
bettina.wagner@staatsbibliothek-bamberg.de

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Agnes Brandner
Telefon 0951 95503-121
agnes.brandner@staatsbibliothek-bamberg.de

 

 

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